Salzburg Bulls
Bulls treten am Tivoli an
Austrian Football League
SWARCO Raiders Tirol vs. Salzburg Bulls
Samstag, 21. Mai, 17:00 Uhr, Tivoli-Stadion, Innsbruck

Das letzte Spiel des Grunddurchgangs führt die Salzburg Bulls am Samstag (17:00 Uhr) zu den SWARCO Raiders auf den Innsbrucker Tivoli. „Auch wenn wir zuletzt immer hoch verloren haben, werden wir auch diesmal versuchen, uns so teuer wie möglich zu verkaufen“, gibt sich Bulls-LB Johannes Geser kämpferisch. „Ich freue mich jedenfalls auf das Spiel und das Stadion.“

Die Personalsituation ist bei den Bulls nach der Verletzungsserie weiterhin angespannt. Möglicherweise werden die zuletzt schmerzlich vermißten Defensive Backs Arno Andreas und Jakob Schmitzberger zurückkehren. „Das würde uns in der Defense schon sehr helfen“, ist Bulls-Obmann Narobe überzeugt. „Zuletzt hatten wir dort keinen einzigen wirklich erfahrenen Spieler.“

Letzter AFL-Auftritt der Bulls?

Das Spiel in Innsbruck wird vorraussichtlich die AFL-Abschiedsvorstellung für die Bulls sein. Zwar gibt es hierzu noch keinen offiziellen Beschluß, die Weichen stehen aber dem Saisonverlauf entsprechend auf zweiter Liga im nächsten Jahr.

Ex-Bulls in den Reihen der Raiders

Im Kader der Raiders finden sich auch einige ehemalige Stiere. Vor der Saison wechselten RB Lukas Miribung, DL Gerald Breymann und DL Benedikt Brugnara nach Tirol. Dazu gesellt sich mit Max Stangl bei den Raiders II noch ein weiterer talentierter Ex-Salzburger. Während Miribung nach einem Kreuzbandriß zum Zuschauen verdammt ist, haben sich Brugnara und Breymann längst zu Leistungsträgern entwickelt. „Ich sehe das mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, so DL-Coach Stefan Schubert. „Einerseits hätte ich die Jungs natürlich echt gerne bei uns. Wenn sich ein Spieler aber nicht mehr wohlfühlt, kann man ihn nicht zwingen, zu bleiben. Und wenn jemand wie Stangl oder Brugnara in Tirol studiert, erübrigt sich die Diskussion eigentlich.“

Bulls empfangen Black Lions

Austrian Football League (AFL)
Salzburg Bulls vs. Carinthian Black Lions
Sportanlage Salzachsee, Salzburg (Theodostraße 50)
Sonntag, 17.4.2011, 15:00 Uhr

Am kommenden Sonntag steht für Salzburgs Footballer der Heimauftakt gegen die Black Lions aus Kärnten an. Gespielt wird auf der Sportanlage Salzachsee (15:00 Uhr). Beide Teams sind noch sieglos, die Fans können sich auf ein erbittertes Duell auf Augenhöhe einstellen.

Nach der wetterbedingten Absage des Dragons-Heimspiels ist für die Bulls beinahe ein Monat ohne Spiel vorbeigezogen. Nach der bitteren Auftaktniederlage bei den Raiffeisen Vikings keine schlechte Gelegenheit, um einige Dinge zu korrigieren – quasi ein zweiter Teil der Saisonvorbereitung. „So eine lange Pause ist natürlich nicht nur ein Vorteil, man schmort gewissermaßen im eigenen Saft“, so Bulls-Präsident Alex Narobe. „Ich bin guter Dinge, dass wir die Zeit genutzt haben.“

Ein Vorteil für Kärnten könnte ein deutliches Plus an Spielpraxis sein, denn während der Zwangspause für die Bulls waren die Black Lions im Einsatz. Gegen Tabellenführer Swarco Raiders und Meister Danube Dragons setzte es klare Niederlagen. „Wir dürfen uns von den Ergebnissen nicht täuschen lassen“, warnt Bulls-Linebacker Nick Garratt. „Wir haben in Woche 1 gegen die Vikings schon erfahren, wie schnell gegen einen starken Gegner das Ergebnis kippen kann.“

Kärntner Head Coach zurück

George Naum, Head Coach der Kärntner, ist gegen Wochenmitte aus den USA zurück gekehrt und wird ab Donnerstag wieder das Training der Black Lions leiten. Naum war wegen eines Todesfalls in der Familie in die USA aufgebrochen. Seine Rückkehr gilt als Überraschung, denn allgemein war erwartet worden, dass er den Kärntnern diese Saison nicht mehr zur Verfügung steht.

Bulls-Heimspiele am Salzachsee

Um den Anhängern den Besuch auf der Sportanlage Salzachsee schmackhaft zu machen, haben die Bulls die Eintrittspreise drastisch von zehn auf sechs Euro gesenkt.

Bulls vs. Black Lions im TV

Ab nächstem Dienstag (18:00 Uhr) gibt es auf RTS – Regionalfernsehen Salzburg eine neue Sportsendung. Eines der Themen neben dem Fussballschlager Austria Salzburg–FC Dornbirn ist auch das Spiel Salzburg Bulls vs. Black Lions. Reinschauen lohnt sich!

So kann man RTS empfangen:

  • im digitalen Kabelnetz der Salzburg AG (24 Stunden durchgehend, mit Digibox)
  • über Satellit auf Astra digital 19,2 °, Frequenz 12,663 GHz Vertikal (Symbolrate 22000, FEC 5/6) in Kooperation mit tirol tv; d. h. in Ihrer Senderliste einfach tirol tv programmieren. Auf diesem Sendeplatz wird RTS am Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag jeweils um 8:30 Uhr, 17:30 Uhr und 23:00 Uhr ausgestrahlt.
  • im Internet auf www.rts-salzburg.at im Livestream (in der Woche der Ausstrahlung)
  • des Weiteren sind alle Beiträge auf Facebook und YouTube zu sehen
Medienkontakt: Peter Marazeck , +43–664–1017846 
Das Ziel bleibt unverändert.

Am kommenden Sonntag steht für die Salzburg Bulls der Heimauftakt gegen den regierenden Meister Danube Dragons an. Gespielt wird auf der Sportanlage Salzachsee (15:00 Uhr). Gegen die Dragons wollen die Bulls ein anderes Gesicht zeigen als zuletzt beim Saisonstart in Wien, denn der Saisonstart gegen die Raiffeisen Vikings verlief alles andere als glücklich: die Stiere kamen böse mit 65–7 unter die Räder. „Wir haben gleich zu Beginn einige haarsträubende Fehler gemacht“, ist Bulls-Obmann Narobe selbstkritisch. „Damit war alles entschieden, und wir haben kein Bein mehr auf den Boden gebracht.“

Die deutliche Niederlage bei den Wikingern hat natürlich wehgetan, beim Heimspiel soll man aber ein anderes Gesicht der Bulls sehen. Gegen den Meister sei man zwar natürlich wieder der Underdog, man wolle aber deutlich besser organisiert auftreten, so Defense Coordinator Tom Simmeit. „Unser Ziel ist nach wie vor, den Abstand zu den Spitzenteams zu verringern. Am Sonntag haben wir die nächste Chance dazu.“

Bulls erstmals mit Farmteam

Erstmals treten die Salzburger heuer auch mit einem Farmteam in der dritten Liga an. Die Bulls 2 spielen am Samstag (Gnigl, 15:00 Uhr) gegen die Telfs Patriots.

Bulls-Heimspiele am Salzachsee

Nachdem trotz intensiver Verhandlungen keine Lösung zur Nutzung des ASV-Stadions gefunden werden konnte, tragen die Bulls ihre Spiele heuer auf der Sportanlage Salzachsee aus. „Wir sind dankbar für die Möglichkeit, am Salzachsee zu spielen“, so Bulls-Obmann Alex Narobe. „Es ist aber klar, dass das keine optimale Lösung ist. Wir können uns so nicht wie gewünscht entwickeln, für uns und die Zuschauer ist das einfach unbefriedigend.“ Er sieht die Bulls hier aber nicht alleine: „Das ist in Salzburg ein generelles Problem, das ist in allen Sportarten schlimm. Hier muss dringend etwas geschehen.“ Um den Anhängern den Besuch am Salzachsee schmackhaft zu machen, haben die Bulls die Eintrittspreise drastisch von zehn auf sechs Euro gesenkt.

Austrian Football League (AFL)
Salzburg Bulls vs. Danube Dragons
Sportanlage Salzachsee, Salzburg (Theodorstr. 50)
Sonntag, 27.3.2011, 15:00 Uhr

Football: Saisonauftakt für Salzburg Bulls

Der Auftakt in der Austrian Football League bringt für die Salzburg Bulls gleich einen echten Brocken. Gegen den zehnfachen Staatsmeister Raiffeisen Vikings Vienna sind die Bulls Außenseiter, wollen aber überraschen. Wegen der angekündigten starken Regenfälle könnte das Spiel verlegt und im Footballzentrum Ravelin (Bleriotgasse, 1110 Wien) statt wie vorgesehen auf der Hohen Warte ausgetragen werden.

Wien unter Druck – Salzburg will überraschen
Nach der für ihre hohen Ansprüche mäßigen Saison sind die Vikings schon beim Saisonauftakt unter Druck. Unter dem neuen Offense Coordinator Jordan Neumann will man mehr auf den Pass setzen. Salzburg hingegen hofft nach dem Lernjahr 2010 den Abstand zu den Spitzenteams deutlich verringert zu haben.

Die Bulls gehen verstärkt durch ihre beiden neuen US-Legionäre und einige Neuzugänge aus Bayern in die Saison. Mit den Import-Spielern ist man bei den Bulls bisher sehr zufrieden. Quarterback Dustin Hawke Willingham soll den Angriff in Schwung halten, in der Verteidigung hat Linebacker Nick Garratt die Funktion des Leitstiers inne. Trotzdem ist eines klar: „Keiner kann alleine gewinnen“, so Bulls-Obmann Alex Narobe. „Erfolg können wir nur mit einer guten Teamleistung haben.“

Vikings mit NFL-Verstärkung
Es wäre eine Überraschung, würden die Vikings ihren designierten Superstar Tony Hunt nicht aufbieten. Hunt, ein Runningback mit NFL-Erfahrung, wurde von den Vikings kurz vor Saisonstart als Ersatz für den verletzten WR Dusty Thornhill eingefolgen. „Wir müssen auf jeden Fall davon ausgehen, dass er in guter Form ist“, so Bulls-Linebacker Nick Garratt. Ganz stoppen wird man den Angriff der Wiener wohl nicht können. „Ziel ist es, die Vikings-Offense so gut es geht zu bremsen“, so Garratt. „Je besser uns das gelingt, desto besser schneiden wir ab.“

Neue Bulls-Heimstätte am Salzachsee
Auch der Heimauftakt am 27.3. gegen die Danube Dragons wirft schon seine Schatten voraus. Nachdem die Differenzen mit dem Betreiber der ASV-Sportanlage in Itzling bis zuletzt trotz intensiver Gespräche nicht ausgeräumt werden konnten, werden die Bulls ihre Heimspiele auf der Sportanlage Salzachsee (Theodorstraße 50) austragen. Narobe: „Wir sind dem Lieferinger SV, der die Anlage betreibt, sehr dankbar. Ich hoffe wir werden gut zusammen arbeiten.“ Gleichzeitig übt er auch Kritik an der Sportpolitik in Salzburg. „Die Situation in Salzburg spitzt sich permanent zu. Es gibt kaum geeignete Sportstätten. Hier muss dringend etwas geschehen.“

Austrian Football League (AFL)
Raiffeisen Vikings Vienna vs. Salzburg Bulls
Stadion Hohe Warte, Wien oder Footballzentrum Ravelin (Bleriotgasse, 1110 Wien)
Sonntag, 20.3.2011, 15:00 Uhr

(Foto: © Alexandra Zauner)

Bulls-Homepage top in Österreich

Die Amazon-Company Alexa erstellt seit 1996 Internet-Rankings, die in den letzten Jahren vor allem für Werbetreibende enorme Bedeutung erlangt hat. Walter Reiterer von Football-Austria.com hat sich angesehen, welche Rankings Football-relevante Seiten bei Alexa haben.

Auffallend: der Webauftritt der Salzburg Bulls schafft es als einziger der österreichischen Vereine unter die Top-Million weltweit. Die Gründe hierfür liegen vor allem in der sauberen Programmierung der Seite, die daraus resultierende Geschwindigkeit und die relevanten Links. An zweiter Stelle in Österreich liegt – mit Respektabstand – die Webseite der Swarco Raiders Tirol, die bereits zu wenige Zugriffe in Österreich generiert, um regional überhaupt von Alexa erfasst zu werden. Auch die Verbandshomepage des AFBÖ, das reichhaltige Angebot von Football-Austria.com oder die Seiten anderer europäischer Top-Vereine landen hinter der Bulls-Homepage.

Die Zahlen im Detail:

* Salzburg-Bulls.at: Platz 962.137
* Football-Austria.com: Platz 1.080.159
* AFBOE.at: Platz 1,279,237
* BerlinAdler.de: Platz 1.779.926
* Raiders.at: Platz 2.205.964
* RaiffeisenVikings.com: Platz 2.391.448
* Dragons.at: Platz 2.989.659
* GrazGiants.com: Platz 4.880.296
* Referee.at: Platz 7.132.841
* BlackLions.at: Platz 9.121.706
* PraguePanthers.cz: Platz 16.772.712

Den vollen Artikel können Sie auf Football-Austria.com nachlesen: Alexa Rankings: American Football im World Wide Web (Registrierung notwendig)

Bulls verpflichten US-Quarterback Dustin Hawke Willingham

Mit Dustin Hawke Willingham (25 Jahre, 185 cm, 94 kg) präsentieren die Salzburg Bulls ihren zweiten US-Neuzugang für die kommende Saison in der Austrian Football League (AFL). Der aus Boulder in Colorado stammende Willingham hat bereits Europaerfahrung. In der vergangenen Saison war Willingham in der deutschen Regionalliga Nord bei den Hamburg Huskies unter Vertrag.

„Dustin ist ein toller Athlet, er wird unsere Offense sicher verbessern“, ist Offense Coordinator Jürgen Roßmanith überzeugt. Seine Fähigkeiten stellte Willingham zuletzt im Juli bei der 4. Helmets-Trophy (Mediterranean Cup) in Bologna unter Beweis. Willingham führte die Halbprofi-Auswahl USA Eagles mit Siegen über die Nationalteams von Slowenien und Italien nicht nur zum Turniersieg, sondern wurde auch als bester Spieler des Turniers und des Finales ausgezeichnet.

Willingham folgt Diwald nach

Nach zwei Saisonen mit dem Österreicher Andi Diwald als etatmäßigem Quarterback setzt der Salzburger Erstligaclub wieder auf einen amerikanischen Spielmacher. Diwalds berufliches Engagement – er ist erfolgreicher Physiotherapeut und Personal Trainer – macht einen weiteren Einsatz als QB bei den Bulls unmöglich.

Seine College-Zeit verbrachte Willingham gleich an vier Universitäten: Tulsa, Ft. Scott CC, Southwest Baptist University und Cal Lutheran University. „Das ist natürlich recht ungewöhnlich“, so Offense Coordinator Roßmanith. „Der Grund liegt in Dustins Ehrgeiz, unbedingt als starting QB aufzulaufen, und einem familiären Schicksalsschlag.“

Der neue Bulls-Quarterback wird wie US-Linebacker Nick Garratt Anfang Februar ins Training mit der Mannschaft einsteigen.

Salzburg Bulls verstärken sich mit US-Linebacker

Die Salzburg Bulls geben mit Linebacker Nick Garatt (187cm, 107kg) ihre erste US-Neuverpflichtung für die Saison 2011 bekannt. Der 24-Jährige kommt von der University of Southern California (USC).

Garatt begann seine Karriere bei USC als Walk-on unter Headcoach Pete Carroll und erarbeitet sich bald ein Football-Stipendium. Bulls Defense Coordinator  Tom Simmeit ist von seinem Neuzugang angetan. „Nick bringt alles mit was wir uns von einem Linebacker wünschen.“ Dass Garatt bei USC nicht ständig zum Zug kam stört Simmeit nicht wirklich. „Nick ist bei USC immer voll gefordert worden. Der Wettbewerb dort ist brutal, bei USC tummeln sich unzählige zukünftige NFL-Spieler. Da ist das Niveau immer hoch, nicht nur am Spieltag sondern bei jedem Training.“

Aktuell bereitet sich Garatt mit am Campus von USC auf die Saison in Österreich vor. Er wird Anfang Februar in Salzburg ins Training einsteigen.

Persönliches: Garatt stammt aus South Tahoe, Kalifornien… besuchte die South Tahoe High School… hat seinen Abschluss in Geschichte gemacht… trug bei USC die Nummer 57… erreichte in jedem seiner vier College-Jahre mit USC ein Bowl Game, darunter gleich drei mal die Rose Bowl.

Die erste AFL-Saison ist geschlagen

Für die Salzburg Bulls ist mit dem Spiel gegen die St. Pölten Invaders die erste AFL-Saison nach dem Wiederaufstieg zu Ende gegangen. Es war eine schwierige Saison und der Leistungsunterschied zu etablierten Erstliga-Teams wurde mitunter deutlich aufgezeigt. Trotzdem ist der eingeschlagene Weg hinsichtlich einer nachhaltigen Entwicklung der Kampfmannschaft der Richtige.

Daß der Gang in die erste Liga kein leichter werden würde, war klar. Die AFL gehört seit Jahren zu den stärksten Football-Ligen Europas. Die teilweise erdrückende Dominanz der Teams aus Rot-Weiß-Rot in europäischen Wettbewerben und ein Blick auf die jüngere Geschichte des Euro-Footballs unterstreichen diesen Eindruck. Zu der ohnehin stark besetzten Liga wurde mit den Collect Point Prague Panthers zudem eine weitere spielstarke Mannschaft in die AFL aufgenommen. In Salzburg wußte man also, worauf man sich mit dem Abenteuer Erstliga-Aufstieg eingelassen hatte.

Auch wenn die Bilanz mit 0–6 eindeutig ausfällt, ist man mit dem eingeschlagenen Weg zufrieden. „Der Unterschied zwischen Division I und der AFL ist massiv. Der Gamespeed ist wesentlich höher, die Physis der Gegner eine bessere und das Playcalling variantenreicher. Die Bulls haben viel Lehrgeld bezahlen müssen, aber für die Entwicklung des Vereins war diese Saison enorm wichtig“, erklärt Obmann Alexander Narobe.

Neben klaren Niederlagen gegen die Top Teams aus Wien, Prag und Innsbruck waren aber auch Lichtblicke zu erkennen. Gerade gegen die Carinthian Black Lions und die St. Pölten Invaders setzte es jeweils auswärts denkbar knappe und auch unglückliche Niederlagen. In den entscheidenden Phasen war das Momentum nicht unbedingt auf Seiten der Salzburger. „In Kärnten haben wir eine sensationelle erste Halbzeit gespielt und gezeigt, daß wir sowohl in der Offense als auch in der Defense viel Potential haben. Den möglichen Sieg haben wir in den ersten fünf Minuten des dritten Viertels hergegeben. Da hat uns einfach die nötige Cleverness gefehlt“, konstatiert Offensive Coordinator Jürgen Roßmanith. Ähnlich war es auch gegen die Invaders, wo man das Spiel 15 Sekunden vor Ende der Partie verlor. In beiden Spielen wären Siege durchaus möglich gewesen.

In Summe ist man in Salzburg mit der erbrachten Leistung durchwegs zufrieden. Der Plan der Bulls-Führung ist ein mittelfristiger. Anstatt sich mit Top-Imports hochzurüsten, setzt man auf Verstärkungen, die die gesamte Mannschaft mitziehen. „Wir schauen nicht nur auf die Ergebnisse. In erster Linie müssen wir zusehen, daß sich der gesamte Kader, also jeder einzelne Spieler von Spiel zu Spiel in seiner Leistung steigert und verbessert. Nur dann können wir uns mittelfristig an die Top-Teams heranarbeiten“, verrät Johannes Geser, der sich für die Verpflichtung der Imports verantwortlich zeichnet.

Der eingeschlagene Weg wird in Salzburg auf jeden Fall weiter gegangen. Die nächste Saison wird für die Bullen nicht einfacher werden. Die Lücke zu den „großen Vier“ der heimischen Liga scheint noch recht groß zu sein. Aber schon in der ersten Saison waren deutliche Fortschritte zu erkennen und Leistungssteigerungen zu verzeichnen.

Wer viel aufzuholen hat, muß umtriebig sein. Schon im letzten Saisondrittel wurden in Salzburg in einigen Bereichen die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Einige Projekte werden demnächst vorgestellt. „Wir werden weiter lernen, Erfahrungen sammeln und uns stetig verbessern. Wir sind der festen Überzeugung, die richtige Strategie für die Zukunft der Bulls gewählt zu haben!“ so Narobe.

Unglückliche Niederlage in St. Pölten

St. Pölten Invaders – Salzburg Bulls 39:34 (7:6, 13:14, 7:0, 12:14)

Die Salzburger Punkte:

* Andreas Burgstaller: 14 Punkte
* Lukas Miribung: 12 Punkte
* Daniel White: 6 Punkte
* Dominik Höllbacher: 2 Punkte

Nach einer spannenden Partie, die an Dramatik der letztjährigen Silver Bowl um nichts nachstand, gingen die St. Pölten Invaders als 39:34-Sieger vom Platz. Die Salzburg Bulls beenden die Saison damit als einziges siegloses Team auf dem letzten Tabellenrang.

Offense-Feuerwerk auf beiden Seiten

Bei großer Hitze sahen die Zuschauer am Ottakringer Field zwei ebenbürtige Teams, die sich einen wahren Schlagabtausch lieferten. Fast jeder Drive wurde mit einem Touchdown abgeschlossen. Im letzten Viertel schien eine kleine Vorentscheidung gefallen zu sein, als die Invaders auf 33:20 davonzogen, doch die Bulls konterten: kurz vor Schluß übernahmen sie mit 34:33 die Führung.

Auf der Spieluhr verblieben noch 1:28 Minuten – zu viel für die Niederösterreicher und deren starken Laufangriff rund um den NFL-erfahrenen Running Back Germaine Race. In ihrem letzten Drive eilten sie über das Feld, überwanden ein kritisches 4th Down und fanden wenige Sekunden vor Spielende noch einmal den Weg in die Salzburger Endzone.

„Es ist natürlich sehr schade, noch so zu verlieren“, äußerte sich Salzburgs Defense Coordinator Thomas Simmeit unmittelbar nach dem Spiel und stellt trocken fest: „wir haben die Invaders einmal zu wenig gestoppt.“ Bulls-Obmann Alexander Narobe nahm es gelassen: „Das ist eben Football. Und man darf nicht vergessen: diese Saison war für uns – als Team – ein Lernjahr. Die nackten Ergebnisse sind zweitrangig.“

Saisonabschlußfeier

Am Samstag, den 26. Juni, kommt es auf der ASKÖ-Sportanlage in Salzburg Gnigl zur großen Grill-Abschlußfeier der Salzburg Bulls. Jeder, der kommen möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Der Erlös des Grillfests kommt dem Bulls-Nachwuchs zu Gute.

Saisonabschluß in St. Pölten

Das dritte Jahr in Folge treffen die Salzburg Bulls in ihrem letzten Saisonspiel auf die St. Pölten Invaders. Für die Bulls geht es dabei am Samstag ab 16 Uhr um drei Dinge: den ersten Saisonsieg, das Verlassen das letzten Tabellenplatzes, und – last but not least – Revanche für die unglückliche 26:27-Niederlage in der letztjährigen Silver Bowl.

Extramotivation gegen den Dauerrivalen

Der Gegner aus der niederösterreichischen Landeshauptstadt ist für die Bulls kein unbeschriebenes Blatt, ganz im Gegenteil. Beide Teams kennen sich bereits jahrelang aus der Division 1, ehe sie dieses Jahr gemeinsam in die AFL aufgestiegen sind. In den vergangenen beiden Saisonen gab es jeweils drei Begegnungen, wobei die Invaders vier der sechs Partien für sich entscheiden konnten. Besonders schmerzhaft ist hierbei die Finalniederlage des Vorjahres, als die St. Pöltener in Salzburg den Bulls den Division-1-Titel in letzter Sekunde noch wegschnappten. Entsprechend hoch ist die Motivation bei den Bulls. „Es war eine harte Saison für uns“, berichtet Linebacker Johannes Geser, „aber bei so einer speziellen Partie mobilisiert man natürlich noch einmal alle Reserven. Wir möchten dieses Spiel unbedingt gewinnen.“

Dieses Unterfangen wird allerdings kein leichtes, vor allem in der Offense haben die Invaders großes Potential. „Ein wichtiger Schlüssel zum Spiel wird sein, ihren Laufangriff unter Kontrolle zu halten“, analysiert Defense-Coordinator Thomas Simmeit. Simmeit spielt damit vor allem auf St. Pöltens NFL-erfahrenen Running Back Germaine Race an, der in den bisherigen fünf Spielen satte 13 Touchdowns erlaufen hat. Zudem haben die Invaders am letzten Wochenende bereits ihren ersten AFL-Sieg eingefahren (33:21 gegen die Carinthian Black Lions), bringen also ausreichend Selbstvertrauen mit.

Rote Laterne für den Verlierer

Die Voraussetzungen sind klar: der Verlierer des Spiels wird die Saison auf dem letzten Tabellenplatz beenden. Gewinnen die Bulls, erreichen sie in ihrer ersten AFL-Saison den 7. Platz. St. Pölten könnte bei einem Erfolg noch bis auf Rang 6 vorstoßen. Bulls-Obmann Alexander Narobe beschwört die Mannschaft: „Wir sind als Team gefordert, den Aufwärtstrend aus den letzten Spielen fortzusetzen und die Saison zu einem positiven Abschluß zu bringen.“

Im Vorfeld der Partie treffen ab 12 Uhr übrigens die Juniorenteams der beiden Vereine aufeinander. Auch hier gilt es für den Bulls-Nachwuchs, sich eine gute Basis für den Herbst zu verschaffen.

Salzburg Bulls @ St. Pölten Invaders
Ottakringer Field, St. Pölten
Samstag, 12. Juni, 16:00